Ausstellung "Migration, Ankommen und neue Heimat" (zu den Öffnungszeiten)
Rathaus Eckernförde
Wie fühlt es sich an, die eigene Heimat zurückzulassen? Was bedeutet Ankommen in einem neuen Land – und was macht Heimat eigentlich aus? Mit diesen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler aus sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) im Rahmen eines kleinen Projektes von Umwelt Technik Soziales e. V. (UTS) in 2025 intensiv auseinandergesetzt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind nun in einer kleinen Ausstellung vom 12.01 – 12.02.2026 mit dem Thema „Meine (neue) Heimat“ in den Vitrinen im Eckernförder Rathaus zu den dortigen Öffnungszeiten zu sehen.
Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Deutschkenntnisse von geflüchteten Kindern und Jugendlichen durch einen niedrigschwelligen außerschulischen DaZ-Unterricht. Im diesjährigen DaZ-Camp standen dabei nicht nur Sprachförderung, sondern auch Austausch, Reflexion und kreative Ausdrucksformen im Mittelpunkt. Fragen wie „Woher komme ich?“, „Was bringe ich mit?“, „Wie habe ich mich bei meiner Ankunft gefühlt?“ oder „Was vermisse ich?“ bildeten die Grundlage für Gespräche und gemeinsames Nachdenken. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Herkunftsländern und individuellen Fluchterfahrungen wurden sichtbar gemacht.
Gemeinsam mit der Lehrkraft setzten sich die Teilnehmenden mit dem Zurücklassen der alten Heimat und dem Prozess des Ankommens auseinander: Welche Erinnerungen tragen sie in sich? Wie erleben sie das „Anders-Sein“? Was brauchen sie, um sich angenommen zu fühlen? Und was bedeutet Heimat für sie heute?
Für die Ausstellung wurden neben den Schülerinnen und Schülern auch Eltern, Mitarbeitende des Trägers und Ehrenamtliche durch die Lehrerin sowie die Projektleitung des Trägers eingebunden. Gemeinsam wurden persönliche Geschichten, Erinnerungsgegenstände und Kunstprojekte zusammengetragen, die Flucht, Migration und das Zurücklassen der Heimat aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfahrbar machen.
Gefördert wurde das Projekt durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband als Teil der LAG Wohlfahrtsverbände SH gemeinsam mit dem Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur im Rahmen des Sprachförderungs- und Integrationsvertrags Schleswig-Holstein. Für die Umsetzung bestand eine enge Zusammenarbeit mit den DaZ-Zentren der Sprottenschule und der Peter-Ustinov-Schule.
Ein besonderer Dank gilt der Stadt Eckernförde für die Möglichkeit, die Vitrinen mit diesen sehr persönlichen Erzählungen zu füllen, sowie allen Unterstützenden, Beteiligten und helfenden Händen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.
Weitere Informationen zu Projekten des Trägers, Kontaktmöglichkeiten und Unterstützungsmöglichkeiten finden sich hinter den QR-Codes in der Ausstellung. Für Rückfragen steht Wyonne Ulrich (ulrich@utsev.de) zur Verfügung.